Das macht Zucker mit deinem Körper | Auswirkung von Zucker |Zuckersucht

Aktualisiert: 2. Juli 2021

Welcher Zucker ist schädlich für uns?

Wenn die Rede vom „Bösen Zucker“ ist, denken viele Menschen direkt, dass jegliche Art von Zucker, also auch Fruchtzucker aus Obst, schädlich sei. Dies ist jedoch ein Irrtum. Der Zucker der für uns schädlich ist, ist der weiße kristalline Haushaltszucker. Chemisch gesehen unterscheidet er sich stark vom Fruchtzucker. Haushaltszucker besteht aus einem Disaccharid, also einem Zweifachzucker aus Glukose und Fructose. Dieser Zucker wird aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben hergestellt. Auch der braune Zucker ist im Prinzip nur ein Zwischenprodukt der Zuckerherstellung, da dieser mit karamellisiertem Sirup auskristallisiert wird und dadurch seine braune Farbe erhält. Der einzige Unterschied liegt darin, dass brauner Zucker nicht so lange haltbar ist wie der weiße Zucker.

Auch Kandiszucker, Gelierzucker und verschiedene Sirupe wie Ahornsirup, Zuckersirup und Birnen- oder Agavendicksaft, sind schließlich nur weitere Zuckerarten, die wir in großen Mengen vermeiden sollten.




Ist Fruchtzucker schädlich für uns?

Auch wenn Fruchtzucker ähnlich viele Kalorien wie der Haushaltszucker enthält, unterscheidet er sich chemisch von dem Haushaltszucker bzw. von Glukose. Fruchtzucker ist ein Baustein der Saccharose. Der größte und wichtigste Unterschied dieser beiden Bausteine ist, dass Saccharose Insulinunabhängig von unserem Körper verstoffwechselt werden kann.

ABER ACHTUNG:

Fruchtzucker kommt zwar auf natürliche Weise in Obst vor, ist auch häufig eine Zutat, in Form von weißem Pulver, welches in Süßigkeiten beigefügt wird. Auf der Zutatenliste werden dann Wörter wie „Glukose-Fruktose-Sirup“, „Maissirup“, „Maltodextrose“, „Maltose“, „Sucrose“, „Dextrose“ oder „Fruchtsüße“ verwendet. Da auch der weiße Haushaltszucker zur Hälfte aus Fructose besteht ist hier Vorsicht geboten.

Fazit zum Fruchtzucker

Fakt ist also, dass man mit 100%iger Sicherheit davon ausgehen kann, dass der weiße Haushaltszucker schädlich für uns ist. Beim Fruchtzucker scheiden sich jedoch derzeit noch die Geister. Man ist sich sicher, dass ein positiver Punkt in Sachen Obst, die enthaltenen Ballaststoffe sind. Fruchtzucker wird aufgrund der Ballaststoffe ganz anders verstoffwechselt als Haushaltszucker und lässt den Insulinspiegel nicht so stark ansteigen, zudem haben die Ballaststoffe einen sättigenden Effekt. In puncto Vitamine wird Obst jedoch häufig deutlich überschätzt. Gemüse enthält weitaus mehr Vitamine aus Obst und hat nur einen sehr geringen bis garkeinen Anteil an Fruktose.

Die Empfehlung für Obst lautet also: in Maßen ist es absolut in Ordnung, sofern keine Stoffwechsel oder Zuckerkrankheit vorliegt, und ansonsten ausreichend Gemüse verzehrt wird.


 

Folgendes kann durch Zucker verursacht werden:


  • Übergewicht

Es ist logisch, dass ein zu hoher Zuckerkonsum und die damit einhergehende zu hohe Kalorienzufuhr langfristig zu Übergewicht führt. Zudem erhöht Zucker jedes Mal enorm den Insulinspiegel, was wiederum zu noch größerem Verlangen nach Zucker führt – ein Teufelskreis. Zudem bietet Zucker nur leere Kalorien, das heißt er hat nahezu keine gesunden Nährstoffe und sättigt uns nicht.


  • Diabetes

Ein zu hoher Zuckerkonsum kann zu Diabetes führen. Weil durch den Zuckerkonsum immer mehr Insulin produziert werden muss, kann es sein, dass es einfach zu viel für unseren Organismus wird und wir eine Insulinresistenz entwickeln. Zudem werden unsere Sättigungs- und Hungerhormone in ein Ungleichgewicht gebracht was dazu führt, dass Hunger und Sättigung nicht mehr vernünftig reguliert werden können. Diabetes Typ 2 ist eine Krankheit die man sich selbst aussucht. Niemand muss diese Krankheit haben, denn durch die richtige Ernährung kann Sie verhindert werden.


  • Krebszellenwerden gefördert

Krebszellen brauchen Energie um zu wachsen und durch einen erhöhten Zuckerkonsum, der mit erhöhter Insulinproduktion einhergeht, fällt es den Krebszellen somit leichter zu wachsen.


  • Die mentale Leistungsfähigkeit lässt nach

Mittlerweile gibt es sehr viele Studien, die darauf hinweisen, dass zu viel Zucker mit einer Degeneration des Gehirns zusammenhängen. Viele Forscher weisen sogar daraufhin, dass Zucker Demenz und Alzheimer fördert und unsere mentale Leistungsfähigkeit enorm beeinträchtigen kann.


  • Zerstörung der guten Darmbakterien

Über unseren Darm wird größtenteils unser Immunsystem gesteuert. Ähnlich wie bei den Krebszellen, sorgt Haushaltzucker dafür, dass sich die schlechten Darmbakterien vervielfachen und zunehmen. Zu viel Zucker kann unsere sehr empfindliche Darmflora völlig durcheinanderbringen, und somit auch unser Immunsystem schwächen und uns anfälliger für Krankheiten machen.


Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der negativen Folgen die Zucker haben kann. Weitere Negative Auswirkungen können die Zunahme von Herzkreislauferkrankungen, schnelleres Altern, Hautprobleme, Leberkrankheiten, Antriebslosigkeit, Haarausfall, Schlafstörungen und Karies sein.

 

Zucker kann süchtähnliche Wirkung haben - aber warum?

Zucker wirkt in unserem Körper wie eine Droge. Weil durch Zuckerkonsum vermehrt Dopamin ausgeschüttet wird, was ein Glückshormon ist, fühlen wir uns nach dem Konsum von Zucker zunächst erstmal glücklicher. Unser Körper merkt sich diesen Effekt und möchte dieses Gefühl immer wieder erleben und verlangt dadurch nach immer mehr Zucker. Dopamin regt auch dein Belohnungszentrum im Gehirn an, wodurch das Verlangen nach mehr Dopamin gefördert wird. Das führt dazu, dass du dich nicht konzentrieren kannst, wenn kein Zucker anwesend ist und der Körper immer mehr Zucker verlangt.

Hast du schon Mal versucht auf Zucker (aka Süßigkeiten) zu verzichten und bist daran gescheitert? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass du süchtig nach Zucker bist.

Die Zuckersucht wird in unserer Gesellschaft leider völlig unterschätzt und dadurch ist es soweit, dass fast jeder deutsche süchtig nach Zucker ist, sogar schon viele Kleinkinder.

Wie viel Zucker ist noch in Ordnung?

Wenn wir von dem weißen Haushaltszucker sprechen, sollte darauf geachtet werden, dass nicht mehr als ein Teelöffel, also ca. 5 Gramm pro Tag verzehrt werden. Beim Obst und Gemüse darf es etwas mehr sein – wieviel du davon aufnehmen solltest ist ganz individuell. Am besten sprichst du darüber mit einem Ernährungsberater und lässt sich beraten. Als Faustregel sollte jedoch gelten deutlich mehr Gemüse als Obst zu essen, und bei Lebensmitteln mit hohem Fruchtzuckergehalt rückhaltend zu sein. Viel Fruchtzucker ist zum Beispiel in Datteln, Trockenfrüchten, Mango und Bananen.




Zucker Alternativen

Immer wieder hört man von sogenannten Süßstoffen, die als Zucker Alternative dienen. Diese Süßstoffe sind jedoch nicht mit Zucker verwandt, sondern sind chemische Verbindungen die künstlich hergestellt werden. Ihre Süßkraft ist meistens um ein Vielfaches stärker als die von normalem Zucker, weshalb nur sehr wenig von Ihnen benötigt wird.


Süßstoffe gehören zu den Zusatzstoffen und sollten ebenfalls mit bedacht konsumiert werden. Wenn es darum geht die Zuckersucht loszuwerden, kann es hilfreich sein, besonders in der Anfangsphase auf Süßstoffe umzustellen, aber nach geraumer Zeit auch diese auf ein Minimum zu reduzieren oder sogar ganz aus der Ernährung zu verbannen.


Die aktuelle Studienlage gibt keinen Hinweis darauf, dass Süßstoffe die Insulinproduktion anregen und somit zu vermehrtem Hunger führen.

Dennoch handelt es sich um Zusatzstoffe und somit chemische Bestandteile, welche nicht zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen.


Fazit: man kann Süßstoffe anfangs nutzen um die Zuckersucht loszuwerden, sollte diese aber, wenn überhaupt, nur in sehr geringen Mengen konsumieren.


 


Starte jetzt die 30-Tage-No-Sugar-Challenge

Seit ca. 4 Jahren verzichte ich persönlich nun weites gehend auf Zucker. Natürlich gibt es hin und wieder Ausnahmen, aber Ausnahmen bestätigen nun mal die Regel. Seitdem ich auf Zucker verzichte habe ich keine Mittagsmüdigkeit mehr, habe bessere Haut bekommen und meine Leistungsfähigkeit im Sport steigt stetig an, und selbst nach 7 Jahren Krafttraining kann ich mich kontinuierlich verbessern. Dies sind nur ein paar positive Effekte die ich spüre, im Allgemeinen fühle ich mich aber einfach vitaler und Energiegeladener.


Vor 4 Jahren startete ich damit, indem ich mir am Anfang des Jahres den Vorsatz setzte, für 30 Tage auf Zucker zu verzichten – daraus wurde dann eine Gewohnheit und es ist für mich nun das natürlichste auf der Welt auf Zucker zu verzichten.

Ich möchte dich gerne dazu motivieren diese Challenge auch einmal auszuprobieren. Starte mit der 30-Tage-no Sugar Challenge und schaue wie es dir damit geht.

Die erste Woche wird für viele (abhängig vom bisherigen Zuckerkonsum) etwas schwieriger werden, da Zucker, wie bereits erwähnt, süchtig macht. Jede Sucht dauert seine Zeit bis sie überwunden ist. Die gute Nachricht ist, dass man die Zuckersucht ziemlich schnell überwindet. Nach 2-3 Wochen ohne Zucker wird sich deine Insulinausschüttung adaptieren und du wirst merken, dass du den Zucker nicht mehr so stark verlangst.


Nach einigen Wochen ohne Zucker wirst du bereits viele positive Effekte spüren, nicht nur auf der Waage, sondern auch dein Wohlbefinden wird steigen.



Lasse mich gerne wissen welche Vorzüge dir der Verzicht auf Zucker gebracht hat.

Ich hoffe sehr, dass dir der Beitrag geholfen hat.

Ich stehe sehr gerne für eine Ernährungsberatung zur Verfügung. Schreibe dafür gerne an vanessa.coaching@yahoo.com .


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